| de | fr |
||||||||||||
| home sitemap | ![]() |
|||||||||||
Impressum Disclaimer
© 2012 SCNAT
|
Preisträger 2008 |
|||||||||||
| Home > Preise > Prix Schlaefli > Preistraeger > 2008 | ![]() |
|||||||||||
|
Aus Anlass des «Internationalen Jahres des Planeten Erde (IYPE)» und des Albrecht-von-Haller-Jubiläums wurden dieses Jahr zwei herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der «Geowissenschaften mit Schwerpunkt Alpenforschung» mit dem Schläfli-Preis der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) ausgezeichnet.
Gletscherveränderungen in den Alpen nach 1850 In seiner Dissertation hat Michael Zemp die Veränderungen der Alpengletscher seit dem historischen Gletscherhochstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts, sowie deren mögliche Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten, untersucht. Die Arbeit legt eine integrative, raum-zeitliche Analyse von Feldmessungen, Fernerkundungsdaten und empirisch-numerischer Modellierung der Vergletscherung des gesamten Alpenbogens vor und basiert auf fünf Publikationen in internationalen Journals. Die Resultate zeigen, dass die Alpengletscher in den letzten 150 Jahren rund die Hälfte ihrer Fläche verloren haben, und – bei einem weiteren Anstieg der Sommertemperaturen um 3 °C – wohl weitere 80% der verbleibenen Fläche einbüssen werden.
Die periglaziale Umwelt der Schweizer Südalpen Seine mit dem Schläfli-Preis 2008 ausgezeichnete Masterarbeit untersucht die periglaziale Umwelt der Schweizer Südalpen mit zwei unterschiedlichen Forschungsansätzen. Unter dem geographischen Gesichtspunkt untersucht die Studie das Auftreten von Permafrost in den Osttessiner Alpen auf regionaler und lokaler Ebene (im Bleniotal und auf der linken Talseite der Leventina). Unter dem methodischen Gesichtspunkt kommen bei der Untersuchung der periglazialen Umwelt der Alpen zwei elektromagnetische Verfahren der Geophysik (EM 31 und VLF-R) und die Spontane Polarisation (PS) zur Anwendung. Die Zielsetzung der Arbeit bestand somit einerseits darin, das Auftreten von Permafrost in verschiedenen räumlichen Skalen zu bestimmen, und die spätglazialen Gletscherstadien in der untersuchten Region zu rekonstruieren. Andererseits konnte er darin gleichzeitig das Alter der Blockgletscher bestimmen, sowie die Hydrologie des periglazialen Bereichs bestimmter Blockgletscher und Schutthalden untersuchen. Andererseits werden durch die gleichzeitige Verwendung verschiedener geophysikalischer Verfahren deren Grenzen und Möglichkeiten aufgezeigt.
Die Jury für die Ausschreibung 2008 bestand aus Mitgliedern der «Platform Geosciences» und wurde von Dr. Bruno Schädler, BAFU, präsidiert.
|
||||||||||||