Schweizerische Entomologische Gesellschaft

Die Schweizerische Entomologische Gesellschaft (SEG) wurde 1858 mit dem Ziel gegründet, die einheimische Insektenfauna zu erforschen, die Kenntnisse in allen entomologischen Disziplinen zu erweitern sowie den Kontakt unter den Mitgliedern zu fördern. Allen Berufsentomologen und entomologisch Interessierten steht die Mitgliedschaft in der Gesellschaft offen.

Der Gesellschaft sind gegenwärtig zehn Regionalsektionen angeschlossen: Appenzell–St.Gallen, Basel, Bern, Freiburg, Genf, Luzern, Neuenburg, Waadt, Wallis und Zürich.


Insekten—Vielfalt und Bedeutung

Die Biodiversität der Arthropoden und insbesondere der Insekten ist grösser – viel grösser – als die jeder anderen makroskopischen Organismengruppe. Während weltweit mehrere Millionen Arten von Insekten zu erwarten sind, wird in der Schweiz mit einer Fauna von mindestens 30'000 Arten gerechnet – etwa dem Zehnfachen unserer heimischen Gefässpflanzendiversität.

Viele von diesen Lebewesen spielen – etwa als Bestäuber oder Nahrung – eine wichtige Rolle im Gefüge der natürlichen Ökosysteme, aber auch in der Land- und Forstwirtschaft kann ihre Bedeutung – sei es als Schädlinge oder Nützlinge – kaum überschätzt werden. Zudem sind die Insekten in der Human- und Veterinärmedizin als Überträger von gefürchteten Krankheiten von grossem wissenschaftlichem Interesse. Und schliesslich können sie im Naturschutz aufgrund ihrer oft spezifischen Habitatsansprüche als empfindliche Indikatoren für die Lebensraumqualität und den Klimawandel genutzt werden.


Gebänderte Heidelibelle (Sympetrum pedemontanum) - Libellenstudien von Paul-André Robert (1901–1977) - Würdigung des Künstlers in Fauna Helvetica, Band 12 (2005)
Gebänderte Heidelibelle (Sympetrum pedemontanum) - Libellenstudien von Paul-André Robert (1901–1977) - Würdigung des Künstlers in Fauna Helvetica, Band 12 (2005)

Kontakt

SEG
c/o Dr. Stefan Ungricht
ETH Zürich
Bibliothek Erdwissenschaften
Gebäude NO, Büro DO 39
Sonneggstrasse 5
8092 Zürich

Das unerschöpfliche Forschungsgebiet

Portraitfoto - Stefan Ungricht

Die taxonomische und ökologische Vielfalt der Insekten bringt es mit sich, dass über die meisten Arten noch verhältnismässig wenig bekannt ist, und es gibt dementsprechend auch in der Schweiz noch viel Neues zu entdecken. Unsere Gesellschaft vereint die Expertise von Berufsentomologen und Naturkundlern, die ein breites Insektenspektrum abdecken – von Grossen Sackträgern und Kleinen Waldgärtnern bis zu Heiligen Pillendrehern und Gemeinen Becherjungfern.

Insekten sind ideale Studienobjekte: Oft wunderschön, manchmal bizarr-skurril, aber vor allem immer wieder überraschend und faszinierend. Geben Sie Ihrem Forschungstrieb nach, lernen Sie diese kleinen Sechsbeiner besser kennen – und werden auch Sie Mitglied!

—Stefan Ungricht

Präsident der Schweizerischen Entomologischen Gesellschaft